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Tag 18 - Stuttgart

by Stephan 17. Mai 2012 13:15

Das Team ist wieder im Ländle!

 

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Tag 17 - Jordanien

by Stephan 14. Mai 2012 23:22

Hallo zusammen,

nach einer kurzen Nacht in Baku gings direkt in den Flieger nach Amman und von dort aus nochmal 4 Stunden mit dem Bus quer durch Jordanien. Jetzt sind wir im Hotel in Aqaba direkt am Roten Meer angekommen und haben auch schon den großen Zeh reingesteckt… 26 Grad Wassertemperatur.

Wir befinden uns genau hier:

>> Google Maps <<

>> Bing Maps <<

>> Kempinski Hotel Aqaba Webseite <<


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Tag 16 - Baku

by Stephan 14. Mai 2012 23:07

Guten Morgen, 

mittlerweile sind wir am Flughafen in Baku angekommen und warten mal wieder...

Der gestrige Tag begann etwas schleppend nach einer sehr kurzen Nacht im Auto und einer kurzen und kalten Dusche. Danach gings zu einem Empfang der lokalen Regierung auf eine Veranstaltungsbühne in den Bergen (siehe Bilder), wo wir uns erst mal ein zweites Frühstück genehmigten. Die Jungs vom Paneck Racing Team waren so nett, uns mitzunehmen. Wieder auf dem Parkplatz angekommen, hieß es Abschied nehmen von unseren Rennmaschinen –keine einfache Sache, nachdem man 2 Wochen quasi im Auto gelebt hat! Die nötigsten Sachen wurden ausgebaut und alles flugtauglich verpackt, bevor es mit dem Taxi ins Hotel in die Innenstadt von Baku ging. An der dortigen Rezeption haben wir noch unsere Bilder fürs Roadbook ausdrucken dürfen und nach einer lang ersehnten Dusche gings gegen Abend in die Stadt zum Sightseeing. Es ist absolut unbeschreiblich, welcher Aufwand betrieben wird, um beim Eurovision Song Contest, der hier in zwei Wochen stattfindet, einen guten Eindruck auf den Rest der Welt zu machen. Die Bilder im Anhang sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Euch später per Video erwartet.

Ein Einheimischer, der offensichtlich gut auf Touristen eingestellt ist, hat uns zu einem kleinen Restaurant geführt, in dem wir ein leckeres Abendessen genießen und die Stadt in ihrer ganzen Lautheit, Farbigkeit und Überdrehtheit ein wenig auf uns wirken lassen konnten.

Nach einer wiederum kurzen, aber trotzdem sehr erholsamen Nacht ging es heute Morgen um 6.00 Uhr mit dem Taxi an den Flughafen. Der Mitarbeiter des Hotels, der uns bereits sehr viel weitergeholfen hatte, hatte uns Frühstückpakete mit Brot, Saft und Joghurt vorbereiten lassen – einfach klasse.

Der nächste Bericht wird vielleicht aus Jordanien erreichen, es scheint aber so, als wäre der Zeitplan relativ eng. Wir werden uns überraschen lassen, was dort auf uns zukommt und verabschieden uns von Aserbaidschan und Baku.

Grüße

das ganze Rallyeteam

  

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Tag 15 - Baku

by Stephan 13. Mai 2012 15:23

WIR SIND AM ZIEL!!!

6.054 lustige, spannende, strapaziöse und erlebnisreiche Kilometer liegen hinter uns.

Heute Morgen haben wir nochmal ausgeschlafen und haben uns nach einem Frühstück mit den Mädels auf den Weg nach Baku gemacht. Hierzu haben wir uns für eine der Hauptstraßen entschieden, da wir dachten, auf dieser sei schnelles Vorankommen garantiert – von wegen! Wir erlebten die anstrengendsten 300 Kilometer der Rallye, da die Straße (eigentlich 4spurig ausgebaut und super asphaltiert) immer nach spätestens einem Kilometer wieder von einer Baustelle mit einer elendslangen Umleitung durch die Pampa über Schotterpisten unterbrochen. Extrem anstrengend für Fahrer und Fahrzeuge. Ganz am Anfang der heutigen Strecke haben wir noch mit unseren ohnehin übrigen Klamotten und Ausrüstungsgegenständen ei n gutes Werk getan: In der Nähe von Zalapaga hatte sich vor einigen Tagen ein Erdbeben ereignet, so dass wir spontan entschieden, unser Zeug nicht in Baku wegzuwerfen, sondern alles Entbehrliche an die Menschen in den betroffenen Dörfern zu verschenken. Also fuhren wir in eines der Dörfer (Bazar, AZ), wo wir auf Soldaten vor Ort trafen, von denen einer recht gut Englisch konnte. Mit dessen Hilfe konnten wir dann die Verteilung unserer Siebensachen organisieren. Eine tolle Sache und Hilfe direkt vor Ort! Klasse!

Insgesamt erleben wir die Aserbaidschaner als sehr hilfsbereit und freundlich. Eine weitere interessante Begebenheit auf einer der Umleitungsstrecken: Ein Einheimischer überholte Tobi und Patrik, und versuchte die beiden zum Anhalten zu bringen, irgendwas mit den Reifen schien nicht in Ordnung zu sein.  Die beiden verstanden zunächst nicht, deshalb stieg der Aserbaidschaner aus und befestigte die Radabdeckung am hinteren rechten Reifen eigenhändig! Und alle dachten, es handele sich um eine Reifenpanne. 
Durch die Mithilfe des Teams Nr. 29, die eine russisch sprechende Mitfahrerin hatten, fanden wir relativ einfach den Weg zum „Brennenden Berg“, an dem wir unsere Siegeszigarre (gekauft in Bulgarien) anzündeten. YEHAAWWW!

Gegen Abend kamen wir dann in Baku an. Was für ein Gegensatz zu den ländlichen Regionen! Unglaublich, welches Leben und welcher Reichtum hier herrschen.

An unserem Treffpunkt angekommen, erfuhren wir, dass sich der Plan ein weiteres Mal geändert hatte und wir uns auf einem Platz ca. 50 km entfernt von Baku, an der Küste des Kaspischen Meeres treffen sollten. Wiederum mit Hilfe von Petja, die mit den Einheimischen einfach kommunizieren kann, fanden wir auch diesen Ort recht einfach. Leider liegt der für uns vorgesehene Platz mitten im Industriegebiet, sodass wir noch kurz beratschlagten, was wir am besten tun sollten. Es wurde entschieden, sich im Restaurant nebenan erstmal ein Abendessen zu genehmigen und dann standesgemäß noch einmal im Auto zu übernachten. Morgen werden wir dann weitersehen, welche neuen Pläne es gibt. Bis dahin erstmal

Gute Nacht,

Grüße

das ganze Rallyeteam


 
 >> Alle Bilder von Tag 15

 

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Tag 14 - 300 Km vor Ziel

by Stephan 12. Mai 2012 03:25

Wir stehen 300 Kilometer vor dem Ziel!

Und wieder ein Land und eine Zeitzone weiter… willkommen in Aserbaidschan!

Nach dem gestrigen geselligen Abend haben wir unser Hostel nochmal genossen und haben uns heute Morgen nochmal mit Georg getroffen, um uns zu verabschieden. Georg führte uns dann auch aus Tiflis hinaus, denn ohne Ortskenntnis wäre man hoffnungslos verloren! Danach gings direkt nach Telavi, wo wir an der Berufsschule unser Werkzeug abgaben. Unser nächstes Ziel: Die Aserbaidschanische Grenze. Der Grenzübergang verlief relativ problemlos, in ca. einer halben Stunde waren wir drin.

 

 

 

Auf relativ gut ausgebauten Straßen gings durchs aserbaidschanische Grenzgebiet richtig flott noch ca. 100 km ins Land hinein, bis wir uns an einer verlassenen Tankstelle einen kleinen Snack genehmigten. (Hier wurden auch einige Bilder geschossen J) Mittlerweile sitzen wir in Zalapaga in einem ganz neuen und superkomfortablen Hotel und unterhalten uns bei einem Bier noch ein bisschen mit den Mädels vom Team 35. Morgen werden wir dann die restlichen Kilometer genießen und uns so langsam von unseren Autos verabschieden.

Zusatzinfo am Rande: Wir überlegen seit der Ankunft in Aserbaidschan fieberhaft, wie wir möglichst viel Sprit mit nach Hause transportieren können – der Liter Super kostet umgerechnet nur 0,50 €!

Grüße

das Rallyeteam

 

 

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13. Tag

by Stephan 10. Mai 2012 23:44

Heute war ein vergleichsweise entspannter Tag und außerdem der erste, an dem wir kein einziges Mal in unseren Autos saßen! Heute bekamen wir von George eine Stadtführung durch Tiflis. Auch bei Tag eine super interessante Stadt! Nachdem wir unsere restlichen türkischen Lira in georgische Lari umgetauscht hatten, machten wir eine Zwischenstopp in einer Kneipe. Der Wahnsinn, wie stark Georgien mit Deutschland verbunden ist: Die verschiedenen Biere von Franziskaner bis Krombacher und Löwenbräu sind nur ein Beispiel dafür. Wir hatten einen Riesenspaß mit den Georgiern und trafen in der Kneipe auch noch ein weiteres Team, denen wir dann gleich unseren deutsch-georgischen Übersetzer anboten (natürlich wie immer gegen Bier) und die neuesten Infos austauschten. Danach gings mit dem Bus auf den Hausberg von Tiflis, auf dem ein Fernsehsendemast steht (noch aus Sowjetzeiten). Von dort hat man einen wundervollen Ausblick auf die Stadt. 

Die Busfahrt für sich war schon ein Erlebnis und kostete insgesamt für 6 Personen umgerechnet nur 2 EUR!

Am Abend sollte das Treffen mit den Tablern stattfinden, so dass wir uns für eine kurze Katzenwäsche noch ins Hostel begaben und anschließend mit dem Taxi in ein Restaurant fuhren.

Dort bekamen wir typisches georgisches Essen serviert, sehr lecker! Der Abend mit den Tablern war sehr interessant und spannend – einem Georgier Schwäbisch und Plattdeutsch beizubringen ist eine echt witzige Angelegenheit. Nach dem obligatorischen Banner- und Pin-Exchange saßen wir noch eine ganze Weile bei RT-Wein zusammen.

Gegen 23.00 Uhr gings dann wieder ins Hostel zurück, wo wir uns zuerst um die Milch im RT kümmern mussten. Tetrapaks sind wohl nicht dafür gebaut, 5.000 km in einem Kofferraumboden zu überleben. Die Packungen hatten sich auf den schlechten Straßen bis Tiflis durchgescheuert. Das führte dazu, dass sich Milch im Kofferraumboden ausbreitete und sich ein dementsprechender Geruch im Auto ausbreitete. Also flog ganz einfach die Abdeckung raus, um den größten Teil des Gestanks loszuwerden. Währenddessen nahm der Rest des Teams noch ein Abschiedsbier auf der Terasse des Hotels. Hier sitzen wir jetzt immer noch und singen deutsche, georgische und englische Lieder gemeinsam mit dem Mädel vom Hostel… einfach klasse!

Morgen geht’s dann weiter in ein Dorf in der Nähe von Tiflis (ca. 80 km), in dem die Werkzeuge an die dortige Berufsschule übergeben werden.

Grüße & bis morgen,

das Rallyeteam

 

 

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Tag 12 - Live von der Rallye

by Stephan 10. Mai 2012 17:12

Hallo Mitreisende,

das Wichtigste zuallererst: GP ist wieder fahrtüchtig! Die ganze Sache zog sich allerdings noch etwas hin. Nachdem Jonas und Toby H. auf freier Strecke zweimal die Kabel vom Motorraum zu den Benzinpumpen getauscht hatten, sahen wir nochmals weiße Wölkchen aufsteigen –nein, kein neuer Papst, sondern zum wiederholten Mal ein Kabelbrand. Wir entschieden daher, das Auto die letzten Kilometer abzuschleppen und in Kars eine Werkstatt zu suchen. Tobi L., Marcus und Patrik gingen als Scouts los in die Stadt, um eine Werkstatt und auch den Lagerplatz ausfindig zu machen. Dazu versuchten sie auch, sich mit Nadir (Mitglied des OK) zusammenzutelefonieren und ihn um Hilfe zu bitten. Mittlerweile war es auch dunkel geworden, was die Sache nicht gerade vereinfachte. Die drei Scouts begannen sich also durchzufragen, konnten aber keine Werkstatt finden. Danach gings Richtung Fahrerlager, wo sie die anderen Teams nach einer Ersatzpumpe fragten. Tobi wurde gleich beim ersten Team fündig, zwar mit einer VW-Pumpe, aber die anderen versicherten ihm, dass man „das ganz einfach umfrickeln“ könnte. Schließlich traf sich das ganze Team wieder wie vereinbart an einer Tankstelle, wo die vier anderen in der Zwischenzeit einen Mechaniker ausfindig gemacht hatten. Die Kommunikation fand mal wieder mit Händen und Füßen statt, da keiner der insgesamt 6 (!) anwesenden Türken auch nur ein Wort Englisch sprach.

Trotzdem begann gleich der Smalltalk, wobei auch politische Themen nicht ausgelassen wurden… sehr spannend! J Der Mechaniker Mehmet bat uns, ihm mit den Autos zu seiner Werkstatt zu folgen. Diese befand sich ca. 5 km außerhalb von Kars. Dort angekommen gings für unseren GP ab auf die Hebebühne, wo sich Jonas und Toby gemeinsam mit Mehmet und 3 anderen mehr oder weniger technisch begabten Türken an die Reparatur machten. Auch hier musste die Verständigung mit Händen und Füßen klappen, wobei sich die Türken grundsätzlich nicht beirren lassen… wenn man ihnen zu verstehen gibt, dass man kein Türkisch spricht, erzählen sie dasselbe nochmal, nur lauter. Also nicht ganz einfach, Toby und Jonas haben die Sache aber gemeistert. Für die vier anderen gabs in der Zwischenzeit nicht viel zu tun, außer einige Ratschläge zu geben und Tee zu trinken, den wir frisch gebrüht serviert bekamen. Der Zustand der Werkstatt erstaunte uns alle, ein unglaubliches Chaos an Werkzeugen, Ersatzteilen und alten Fahrzeugen… schaut Euch einfach die Bilder an. Nach ca. 2 Stunden konnte das Problem behoben werden: Die erste Benzinpumpe hatte sich festgefressen und deshalb wesentlich mehr Strom gezogen, als die Kabel verkraften können – deshalb die mehrfachen Kabelbrände. Das deutsch-türkische Mechanikerteam baute diese Pumpe auseinander und ersetzte deren Innenleben. Danach hatten wir wieder Sprit im Motor und konnten –zu unserer Beruhigung- wieder dem Ziel Baku entgegensehen. Nach erfolgreicher Reparatur und tausendfachem Dank für die schnelle und freundliche Hilfe mitten in der Nacht (mittlerweile war es 23.30 Uhr). Weiter gings zum Nachtlager auf dem Cumhuryiet-Platz mitten in Kars.  

 

Heute morgen gings nach einem sehr kurzen Frühstück weiter mit einer Ansprache des Bürgermeisters von Kars und der Aufführung eines traditonellen regionalen Volkstanzes. An die lokale Musikschule wurden unsere  Instrumente übergeben, danach wurden wir von der Polizei zum Dorf Karahan eskortiert, wo alle Teams ihre gebauten Archen abgeben und zu Wasser lassen durften.

Wir erzielen mit unserem Wunderbauwerk immerhin 9 von 10 Punkten! Und schwimmfähig ist sie auch, trotz der knappen Zeit aufgrund der Reparatur.

Wir verabschiedeten uns wieder von Karahan und machten uns auf den Weg nach Tiflis, nächster Zwischenstopp georgische Grenze. Auch hier wurden wir wieder von der Polizei eskortiert, der Weg zur Grenze führte wieder einmal durch atemberaubende Landschaften mit unglaublich wenigen, kleinen Dörfern. Beim Grenzübertritt hatten wir Hilfe vom Gouverneur, sodass wir in relativ kurzer Zeit passieren konnten. In Georgien ankommen verstanden wir auf den Schildern erstmal nur Bahnhof… Georgien hat eine eigene Schrift! Nach kurzer Zeit trafen wir auf einen Polizisten, der uns erklärte, dass er uns (also allen Rallyeteams) Geleitschutz gibt und alle auf die Hauptstraße nach Tiflis führen soll. Hier half und George aus Georgien, ein Tabler, den wir auf dem AGM 2010 in Überlingen kennen gelernt hatten, beim Übersetzen. Das klappte auch hervorragend, wir machten noch einen kurzen Zwischenstopp zum Tanken (Super 95 kostet umgerechnet ca. 1,10 EUR) und machten dann mit George einen Treffpunkt aus. Das klappte dieses Mal problemlos, nach ca. 200 km Fahrt ab der Grenze trafen wir George auf der Straße im Verkehr. Er hatte bereits ein Hostel für uns organisiert, zu dem wir direkt fuhren und eincheckten. Danach zeigte er uns noch ein sehr schönes georgisches Restaurant (mal wieder von der Sorte „Da-würde-ich-alleine-nie-reingehen“), in dem wir uns endlich mit einem ordentlichen warmen Essen belohnten. So gestärkt machten wir noch einen kurzen Rundgang durch die Stadt…. UNGLAUBLICH!! Der helle Wahnsinn, was die Georgier in nur 8 Jahren aus ihrer Hauptstadt gemacht haben! Schaut Euch einfach die Bilder an, auch wenn diese wieder einmal nur einen unzureichenden Eindruck vermitteln können.

Nun geht’s in die Heia, wir haben wieder einmal eine Zeitzone passiert und haben aktuell 01.00 Uhr nachts ( MESZ +2h).

Grüße & Gute Nacht aus Tiflis,

das Rallyeteam

PS: Im Hotel haben wir WLAN, daher heute ein paar mehr Bilder!

  

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11. Tag

by Stephan 9. Mai 2012 17:42

Und ein weiterer Tag auf der wahrscheinlich verrücktesten Rallye der Welt!

Gestern Abend haben wir noch einen Weg von ca. 120 km zurückgelegt und kurz hinter Gümüshane auf einem Parkplatz (direkt vor einer TÜV Turk-Niederlassung) übernachtet. Das gestaltete sich etwas schwierig, weil der Nachtwächter des TÜV ganz genau wissen wollte, was wir denn vorhaben, aber leider kein einziges Wort Deutsch oder Englisch sprach. Nach zwei Telefonaten mit deutsch sprechenden Bekannten bekamen wir schließlich die Erlaubnis, unsere Autos stehen lassen zu dürfen. Nach einer kurzen Nacht im Frühstück machten wir uns gleich um 7.30 Uhr wieder auf den Weg Richtung Berg Ararat. Die Route führte über traumhafte Passstraßen, meist zweispurig ausgebaut, so dass wir super vorankamen. In einem kleinen Restaurant nahmen wir Köfte und Tee zum Frühstück und fuhren dann weiter nach Agri, wo wir eigentlich Bilder mit uns und den Autos machen sollten. Hier machte uns leider das Wetter ein Strich durch die Rechnung (Nebel und Regenwolken Richtung Ararat), so dass wir spontan entschieden, direkt bis zum Ararat zu fahren.

Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass auch hier die Sicht sehr schlecht war. Das obligatorische Roadbook-Foto machten wir natürlich trotzdem.

Nach Kars führte der Weg weiter über unglaubliche Landschaften direkt entlang der türkisch-armenischen Grenze. Dementsprechend oft waren auch Militärfahrzeuge zu sehen. Wir genossen die Aussicht (die Bilder können mal wieder nur einen klitzekleinen Eindruck vermitteln) und die überraschend guten Straßen. Unterwegs kamen wir in ein kurzes Gewitter, das beim RT dazu führte, dass das Scheibenwischerrelais den Geist aufgab. Jonas wechselte die Verkabelung kurzerhand auf die Warnblinkanlage, so dass wir nach sehr kurzer Zeit weiterfahren konnten. Leider erwischte das gleiche Fahrzeug direkt nochmal: Die vorderen Stoßdämpfer waren endgültig am Ende. Aber egal, Fahren geht auch ohne! Leider sind aller guten Dinge meistens drei -  und so stehen wir, kurz nach einem Landschaftsfotoshooting mit unseren 3 Flitzern, mitten im Nirgendwo. Der Grund: Am GP machte das Benzinpumpenrelais schlapp… das war schnell behoben. Als wir gerade weiterfahren wollten, bemerkten wir einen ziemlich seltsamen Geruch im Innenraum. Plötzlich begann es vom rechten hinteren Kotflügel zu qualmen – na klasse! Irgendein Kabel war durchgeschmort… Jonas und Tobi sind momentan noch dabei, das Problem zu beheben.

 

 

Wir hoffen, heute noch die restlichen 40 Kilometer bis Kars fahren zu können und dann dort unser Nachtlager aufzuschlagen.

  

Grüße aus dem Nirgendwo,

(das Nirgendwo liegt ca. bei  40° 23‘ 57,83‘‘; 43° 22‘ 4,26‘‘),

das Rallyeteam
 
 
 
 

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Tag 10

by Stephan 7. Mai 2012 23:57

Hallo zusammen,

mittlerweile haben wir Trabzon bereits hinter uns gelassen und melden uns von unterwegs.

Gestern Abend gab es noch ein Fest für uns am Strand, in diesem Rahmen fand auch die Übergabe der Wimpel an den türkischen Sportminister statt. Nachdem dieser Teil erledigt war, waren die Teamchefs noch vom Gouverneur zu einem Abendessen eingeladen. Nachdem Tobi aber ganz klar gesagt hatte, dass er keinesfalls alleine dort hingehen wird, entschieden wir uns, in der Stadt nach etwas Essbarem zu suchen. Fündig wurden wir bei einem Döner-/Pide-Imbiss, bei dem wir mit Händen und Füßen unterschiedlichste Gerichte bestellten. Danach gings ins Hotel, wo zwischenzeitlich auch das OK eingecheckt hatte, und dann direkt ins Bett.

 

Heute Morgen machten wir uns nach einem sehr guten Frühstück gegen 10.00 Uhr auf den Weg Richtung Trabzon, ca. 200 km an der Schwarzmeerküste entlang, wo wir uns am Hafen wieder mit den anderen Teams treffen sollten. Der Weg dorthin verlief auf der sehr gut ausgebauten Küstenstraße sehr problemlos. Kurz vor Trabzon überschritten wir die 4000-Kilometer-Marke! Yehaaw! 

In Trabzon angekommen, machten wir uns auf die Suche nach dem Hafen, wo wir das Fahrerlager aufschlagen und außerdem als Aufgabe einen möglichst großen Fisch angeln sollten.  Nach einigem hin und her fanden wir schließlich den richtigen Platz, und begannen uns häuslich niederzulassen.

Eigentlich sollte ein Koch kommen, um die Fische zu wiegen und zuzubereiten. Das kurz darauf eingetroffene OK teilte uns allerdings mit, dass daraus wohl nichts werden würde. Tobi und Jonas machten sich auf den Weg zum Angeln und kamen später tatsächlich mit 11 kleinen Fischen zurück! (siehe Bild) Fairerweise wurde die Länge addiert, so dass wir auf eine Größe von 90 cm kamen. Die beiden hatten sich Tipps von einheimischen Anglern geholt. Anschließend wurden die Fische gleich als Nachspeise zum Abendessen serviert. Sehr lecker!

Aufgrund der Tatsache, dass die morgige Etappe ca. 660 km lang ist (über Agri (Ararat) und dann weiter nach Kars) beschlossen wir, noch heute Abend einen ersten Teil der Strecke zurückzulegen und so den morgigen Tag etwas angenehmer zu gestalten. Daher erreichen euch diese Zeilen jetzt von der Straße zwischen Trabzon und Gümüshane.

Grüße aus den Bergen,

das Rallyeteam

 

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9. Tag

by Stephan 6. Mai 2012 18:00

 

Hallo Rallyeblogleser,

nun sind wir schon über eine Woche unterwegs… unglaublich, wie weit weg Oberstaufen und die Nacht in Graz bereits sind!

Gestern sind wir nach kurzer Restfahrt in Bogazale angekommen und haben dort vor der Burgruine in unseren Autos übernachtet. Den Weg dorthin fanden wir allerdings nur durch die Hilfe von Rene, einem Mitglied des OK, der uns zum Lager eskortierte.  Auch im Fahrerlager war die Verwirrung groß, da vom OK mal wieder keine Infos rausgegeben wurden, wann es morgen früh (bzw. heute früh) losgehen sollte. Wir haben uns dann aus den Informationen zusammengereimt, dass es gegen 9. 00 Uhr losgehen sollte zur Chinesenrallye. Woher der Name kommt, ist uns bisher auch nicht klar, aber es handelte sich um eine Rallye, bei der nach Bildern gefahren werden musste. Was für eine übergeile Sache… einfach mal Offroad über die Piste heizen. Der leichte Regen während der Nacht hat dem ganzen noch den letzten Schliff verpasst… schauts Euch einfach auf den Bildern an! Eine Mordsgaudi! Das OK hat extra für die Rallye Straßen anlegen lassen, um einen vernünftigen Offroad-Track zu haben und außerdem die gesamte Strecke, die ja auch über öffentliche Straße führte, durch die Polizei absperren lassen. Das war – im Gegensatz zu der Sache mit den Aufstehzeiten- superklasse organisiert. Das Ende der Rallye lag in Corum vor dem Regionalmuseum, wo wieder einmal ein großes Fest für die Rallyeteilnehmer organisiert war. Wir nahmen noch ein Frühstück ein und machten uns auf die heutige Tagesetappe Richtung Samsun, ca. 200 km in nordöstlicher Richtung wieder am Schwarzen Meer. Die Reise verlief problemlos, es wurde noch ein kurzer Zwischenstopp eingelegt, um kurz einen Kaffee zu trinken.

In Samsun angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel (hier half wieder die Polizei), dass uns für 11,11 EUR beherbergt. Gefunden haben wir schließlich ein sehr schickes, neugebautes Hotel mit supergeilen Duschen (wer das mal 3 Tage nicht gemacht hat, weiß wovon wir sprechen!) ziemlich nahe dem Platz, an dem das Fahrerlager aufgeschlagen wird. (Amazon-Platz, direkt am Strand). Dorthin werden wir uns jetzt auf den Weg machen, heute Abend findet die Übergabe der Wimpel an den türkischen Sportminister statt. Das kann sich etwas in die Länge ziehen… aber es gibt hoffentlich auf was zu beißen!

Grüße aus Samsun, 

das Rallyeteam

 

Bilder von Tag 9

 

 

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